Die Werkstoffnummer Edelstahl

Fragen Sie beim Hersteller nach der verwendeten Werkstoffnummer des Edelstahl. Hier gibt es unterschiedliche Qualitäten! Der Magnettest hat eher keine Aussagekraft.

Ungeeignet für Einsatzgebiete bei denen es zum Kontakt mit Salzwasser kommt ist der in vielen Küchengeräten und Einrichtungen verwendete Chrom-Nickel-Stahl 18/10 – Werkstoff-Nr.: 1.4301, auch unter dem Begriff V2A bekannt. In diesen Fällen ist auf jeden Fall der Einsatz von V4A also, Werkstoff 1.4571 zu empfehlen (z.B. im Schiffsbau oder bei Einrichtungen die mit chlorhaltiger Luft in Berührung kommen, z.B. in Hallen- oder Freibädern)

Lochfraß entsteht an Fehlstellen!

Während bei aktiven metallischen Werkstoffen, wie beispielsweise Baustählen, der metallische Abtrag durch Korrosion gleichmäßig erfolgt, tritt bei passivierten Metallen, die sich in einem chlorid- oder bromidhaltigen Elektrolyten befinden, an Fehlstellen der aus Oxiden bestehenden Passivschicht häufig eine punktförmige Korrosion auf. An diesen Fehlstellen, zum Beispiel durch eingelagerte Fremdmetallpartikel, wird aus der Oxidschicht des passivierten Metalls der Sauerstoff durch Chlorid- bzw. Bromidionen verdrängt. Durch Anlagerung von weiteren Chlorid- und Bromidionen entsteht ein Bereich, der nicht mehr durch eine Oxidschicht geschützt ist. Diese Stelle bietet nun einen Angriffspunkt für Korrosion.[1]Unter günstigen Umständen kann es zu einer sogenannten Repassivierung kommen: Das Chloridion wird wieder durch Sauerstoff verdrängt, die schützende Oxidschicht ist somit repariert.

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